1. Fastensonntag, 9.3.25, 11.00 Uhr, kath. Kirche St.Georgen

Am 1. Fastensonntag gestaltet der Kirchenchor den Gottesdienst mit zwei Motetten. Die Kunst der Mehrstimmigkeit, der Polyphonie erfuhr ihren ersten Höhepunkt in den Niederlanden im 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert folgte darauf die römische Schule, als deren Begründer Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594) gilt. Er entwickelte einen eigenen Stil mit melodiösen eigenständigen Stimmverläufen und musikalischem Ideenreichtum. Wichtig war vor allem, dass der Text trotz der Vielstimmigkeit gut verständlich war. Von Palestrina erklingt zur Gabenbereitung „Sicut cervus“, was übersetzt heisst: „Wie der Hirsch“. Dieses Stück vertont den Text, wie wir ihn aus dem alten Kirchengesangbuch kennen:

Sicut cervus desiderat at fontes aquarum,      Wie der Hirsch nach frischer Quelle schreit
ita desiderat anima mea ad te Deus.                 also schreit auch meine Seele, voll Verlangen, Gott, nach dir.

Nach der Kommunion lädt „O Bone Jesu“ von Marco Antonio Ingegneri als Kehrvers zur Meditation über den Psalm 27 ein: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Vor wem sollte ich mich fürchten?“

Seit einiger Zeit findet jeweils vor dem Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr ein Einsingen in der Wiboradakapelle statt. Dabei studiert der Chorleiter mit den Anwesenden einfache, dreistimmige Kirchenlieder ein, mit denen der Gottesdienst durch die Gemeinde mitgestaltet wird. Der Kirchenchor unterstützt und fördert den mehrstimmigen Gesang der Gemeinde. Er wird beim Einsingen an diesem 1. Fastensonntag auch anwesend sein und mit den Interessierten drei Lieder einstudieren: Wer nur den lieben Gott lässt walten / Heilig von Franz Schubert / Jesus, dir leb ich

 Wir freuen uns, wenn Sie mit uns feiern und vielleicht auch am Einsingen um 10.30 Uhr schon teilnehmen.